Dienstag, 23. Mai 2017

★ Isle of Gods ★ Alia Cruz ★


Autor: Alia Cruz
Seiten: 263
Verlag: impress
Formate: eBook

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Vorab
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Alia Cruz hat zwar schon einige Bücher geschrieben, aber für mich ist „Isle of Gods“ das erste von ihr. Leider konnte es mich nicht so ganz überzeugen. Warum? Das könnt ihr weiter unten lesen.

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Klappentext
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**Nur die Stärksten des Landes dürfen um deine Hand anhalten…**
Um sich selbst vor dem Aussterben zu bewahren, entsandten die griechischen Götter einst fünf direkte Nachkommen auf die versunkene Insel Atlantis. Dort sollten sie bis zu ihrem Erwachsenenalter ein behütetes Leben führen, um sich nach dem Eintreten ihrer göttlichen Fähigkeiten mit den Stärksten der Insel zu paaren und Kinder zu gebären. So lautet die Legende, die Isabel ein Leben lang begleitet hat. Sie ist eine der fünf Auserwählten, nun fast volljährig und immer noch ohne göttliche Eigenschaften. Sie lebt in Luxus und Überfluss, während die anderen Jugendlichen der Insel in Arenakämpfen ums Überleben und um die Hand eines der Götterkinder ringen. Darunter auch der momentane Champion Quinn, der nichts von der Legende hält…

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Cover & innere Gestaltung
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Das Cover ist schön gestaltet und hatte mich mit dem Klappentext zusammen richtig neugierig gemacht.

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Meinung
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Nach dem Beenden des Buchs muss ich sagen, dass ich anfangs noch sehr gespannt war, dann gedacht habe, dass ich mit den kleineren Kritikpunkten wirklich gut leben kann, aber dann fiel es gegen Ende immer mehr ab. Es schlichen sich immer mehr Logikfehlerchen ein, nach einer kleinen Flaute (die Geschichte zog ich an einer Stelle etwas) ging es plötzlich zu schnell, es passiert zu viel und das Ende.. Nun der Band ist erstmal abgeschlossen, aber eigentlich müsste es noch einen zweiten Band geben, denn das "Böse" (so nenne ich es jetzt mal) ist immer noch auf freien Fuß und das nicht nur auf Atlantis, nein, sogar die ganze Welt ist bedroht.
Ob es einen zweiten Band geben wird, weiß ich nicht. Aber ich weiß auch nicht ob ich ihn lesen würde.

Mit der Grundidee hatte mich die Autorin sofort und ich mochte sie auch im Buch sehr. Wobei ich bei der Ausarbeitung nicht so ganz sicher bin, ob ich die Kampflager und vielen Morde „gut“ finde. Es gehört dazu, zur Dramatik und die griechischen Götter waren schon immer grausam, weshalb es gut passt, aber so komme ich zu meinem zweiten Problem.
Quinn und Isabel verlieben sich sofort auf den ersten Blick. Erst ist er noch absolut sauer auf sie und die anderen Götterkinder, was ich auch wäre, wenn ich mein Lebenslang so gedrillt und behandelt worden wäre. Wenn ich andere Gleichaltrige töten müsste, um zu leben und dauernd nur kämpfen müsste. Ganz ehrlich, das verstehe ich, aber was ich nicht verstehe ist, dass es sofort verpufft. Man kann es im Nachhinein auf die göttliche Abstammung schieben, aber nein, das ist für mich dennoch nicht das Argument und was ich noch unverständlicher finde ist, dass es Isabel schon beim zweiten Treffen zwischen den Beinen kribbelt.
Kurz gesagt ging mir die Liebesgeschichte zu schnell und war zu flach.

Zeitlich bin ich mir nicht so ganz sicher, wann das Ganze spielt. Es könnte in der Moderne sein, sicher bin ich mir aber nicht. Auf die Idee mit der Moderne komme ich wegen Quinns Papa der aus dem "Nichts" Dinge aus der Neuzeit erfindet. Davon abgesehen, dass ich mich frage, wie er an die Materialien dafür kommt, ist auch die Frage wie er auf die Ideen dafür kam. Vielleicht erinnert er sich an sein Leben vor Atlantis, aber dennoch ist es für mich alles nicht so richtig stimmig.
Und dann verstehe ich auch gegen Ende nicht warum angeblich der Glaube an die Götter wieder erstarkt ist. Klar die fünf Jugendliche haben Kräfte bekommen, aber die Menschen haben die ganze Zeit die Götter und die Aufseher von Atlantis gehasst. Manche wollten sie sogar tot sehen und dann jubeln sie begeistert, dass sie wieder da sind?
Und das Ende! Wirklich? Die Bösewichte sind entkommen und unsere Götterkinder schmieden erstmal entspannt mit ihren Eltern Zukunftspläne?

Wie ihr seht, haben sie so einige Dinge angesammelt (und noch ein paar mehr).
Insgesamt muss ich aber dennoch sagen, dass es sich sehr angenehm lesen lies. Der Schreibstil war gut und deshalb habe ich es wohl auch zu Ende gelesen. Einfach weil es lesenswert geschrieben war, auch wenn ich inhatlich nicht alles gut daran fand.
Vielleicht war auch nicht der richtige Zeitpunkt für uns beide, aber ich habe es eben jetzt gelesen und jetzt konnte ich auch nicht über die Kritikpunkte hinwegsehen. Dabei ist es so schade, da die Idee wirklich gut ist.

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Kurzum
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Eine Welt mit einem brutalen Grundsetting, ein paar Fehlerchen und Liebe auf Knopfdruck.
Insgesamt für mich ein netter Roman, mehr aber leider auch nicht.

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Wem würde ich es empfehlen
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Falls ich es überhaupt weiterempfehlen würde, dann an Fans von grichischer Mythologie.

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Bewertung
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★★☆☆☆
Am liebsten würde ich nur 2,5 Sterne vergeben, aber da nur volle Sterne gehen runde ich es dieses Mal ab, da mir für 3 Sterne doch noch etwas gefehlt hat.

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Dankeschön
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Vielen Dank an Netgalley für das Rezensionsexemplar.

Herzlichst,
eure Franzy

Sonntag, 7. Mai 2017

★ Die Festung am Rhein ★ Maria W. Peter ★


Autor: Maria W. Peter
Seiten: 607
Verlag: Bastei Lübbe
Formate: eBook & Taschenbuch

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Vorab
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Mein letzter historischer Roman ist schon eine ganze Weile her, aber mit diesem Buch fiel es mir leicht wieder in dieses Genre abzutauchen und die Geschichte zu genießen.
Und warum ich es überhaupt zur Hand genommen habe? Ich teile mir mit der Protagonistin den gleichen Vornamen. 

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Klappentext
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Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe
Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört ...
Die Festung Ehrenbreitstein (erbaut 1817 bis 1828) thront bis heute hoch über Rhein und Mosel. Zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsstadt Koblenz entwirft Maria W. Peter ein schillerndes Panorama der Rheinprovinz im 19. Jahrhundert. Preußische Disziplin trifft auf rheinische Lebensfreude.
(Quelle: luebbe.de)

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Cover & innere Gestaltung
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Mit diesem Cover wird ein wunderbares Gefühl für die Geschichte vermittelt und ich war dadurch perfekt eingestimmt.
Im hinteren Teil findet sich dann ein recht langes Nachwort, in dem die Autorin noch einmal einige Worte zum historischen Kontext verliert, gefolgt von einem Verzeichnis der historischen Figuren und weiteren interessanten und nützlichen Informartionen.

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Meinung
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Die Geschichte ist in fünf Abschnitt geteilt, die das Buch sehr gut einteilen und zur noch besseren Lesbarkeit beitragen. Während über alle Abschnitte die Hauptgeschichte vorlaufend erzählt wird, kommt zu Beginn jeweils noch ein kleiner Rückblick auf das Ende des Krieges, in dem Leutnant Hartens militärische Anfänge noch einmal etwas näher beleuchtet werden. Diese sind wirklich nicht schön, aber dennoch sprachlich sehr gut verpackt. Aber durch diese kurzen Rückblenden wird man wirklich noch ein Stück mehr für den Konflikt zwischen Preußen und Frankreich sensibilisiert. Allgemein ist das ganze Buch ausgesprochen gut  geschrieben, sehr spannend und gefühlvoll. Zu jeder Zeit konnte ich mich gut in die Figuren und Situationen hineinersetzen. Vor allem habe ich mit Franziska mitgelitten um ihren Bruder und mit ihr und dem Leutnant zusammen versucht die Geschichte aufzuklären.

Grundsätzlich geht es in der Geschichte nur darum, dass Franziska ihren Bruder dabei hilft, dass er nicht verurteilt wird. Allerdings ist dies gar nicht so einfach zu der damaligen Zeit, ganz davon abgesehen das sie eine Frau ist, weshalb noch schwieriger an (militärische) Informationen kommt. Es werden viele Thematiken aufgenommen und einfach ein, für mich, sehr umfassendes Bild der damaligen Zeit geschaffen.
So etwa wurde die Weltanschauung der Franzosen, aber vor allem die der Preußen sehr gut herüber gebracht... Oft nicht so schlimm wie ich vorher vermutet hätte bzw. nicht so arg ausgeführt, wofür ich sehr dankbar bin (Franziska ist immerhin ja wirklich ziemlich vorlaut, aber immer noch sehr maßvoll), aber man merkt schon, dass sich der gesellschaftliche Grundton sehr von dem Heutigen unterscheidet.
Der Konflikt ist allgegenwärtig - zwischen Leutnant Harten und Franziska im Kleinen oder der Bevölkerung und ihren "Besetzern" im Großen.

Was ich auch sehr bemerkenswert finde ist die Sprache. Hier hat die Autorin sehr darauf geachtet, dass es nicht zu modern wird. Zwar unserer heutigen Sprech-und Schreibweise sehr nahe, so dass es für uns flüssig ist, aber dahinein hat sie Wörter geflochten, die heute eher untypisch, aber perfekt für die damalige Zeit sind. Ebenso wurde auf Schreibweisen geachtet bei Städtenamen. So etwa Cöln statt dem heutigen Köln. Und in das ganz wurde auch immer wieder der Dialekte der Zeit und Region eingearbeitet. Ebenso kommen wir ein wenig in den Genuss alten Englishs bzw. Schottisch.

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Kurzum
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Eine wunderbare Geschichte im alten Preußen, mit einer leichten Liebesgeschichte, die einem die damalige Zeit näher bringt.

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Wem würde ich es empfehlen
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Klare Empfehlung für alle die gerne historische Romane lesen, welche in Deutschland, speziell im Rheingebiet, spielen.

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Bewertung
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★★★★★

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Dankeschön
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Vielen lieben Dank an die Autorin Maria W. Peter und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

Herzlichst,
eure Franzy

Montag, 1. Mai 2017

★ Was wir denken, wenn wir uns ein Ei kochen ★ Nico Fauser ★


Autor: Nico Fauser
Seiten: 269
Verlag: Mosaik Verlag
Formate: eBook und Paperback

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Vorab
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Bücher mit solchen Grafiken mag ich sehr gerne, war somit sehr gespannt und letztlich begeistert.

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Klappentext
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Herrlich clever packt Nico Fauser die Absurditäten unseres Alltags in lustige Grafiken: vom Ehe- bis zum Berufsleben, von Urlaub bis Essen. Mal bissig, mal freundlich und immer lässig gezeichnet. Das perfekte Geschenk für jeden, der das Leben mit Humor nimmt.
(Quelle: randomhouse.de)